ÖPNV

Wir wollen weniger Verkehr in Herrenberg!

ÖPNV

Auswirkungen auf ÖPNV durch geplantes Park- und Geschäftshaus Hindenburgstraße


Unsere Einwendungen basieren auf der Verkehrstechnischen Untersuchung zur Anbindung einer Tiefgarage an die Hindenburgstraße, mit der die Stadt Herrenberg das Büro Brenner Bernard beauftragte.

Die Untersuchung geht davon aus, dass die Busse mit einer Busvorrangschaltung ausgestattet sind. Dies ist aktuell nicht der Fall.

Bezüglich der Auswirkungen auf den ÖPNV geht das Büro Brenner Bernard bei der Linie 782 von einem 30-Minuten-Takt aus, bei den Linien 791 und 794 von 30-60 Minuten-Takt. Für die Stadtbuslinien sind schon ab 2023 der 15-Minuten-Takt geplant, für die Regionalbusse ein durchgehender 30-Minuten-Takt.

Die verkehrstechnische Untersuchung zur Anbindung des Parkhauses könnte somit mit Eröffnung des Parkhauses schon überholt sein bzw. die Auswirkungen auf den ÖPNV gravierender als in der Untersuchung geschildert.


Verschlechterung beim Busverkehr


Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass es bei den Bussen zu vergleichsweise hohen Fahrzeitverlusten in Richtung ZOB kommen wird. ÖPNV-Nutzer*innen wissen, dass schon 60 Sekunden über den Anschluss an die S-Bahn entscheiden können. Die Fahrzeitverluste ergeben sich zum einen dadurch, dass die Busse nicht problemlos von der Haltestelle Hindenburgstraße zur Linksabbiegespur am Reinhold-Schick-Platz wechseln können und wenn zwei Busse gleichzeitig an der Haltestelle ankommen der zweite Bus auf die Beendigung des Fahrgastwechsels und das Räumen der Haltestelle warten muss.

Problematisch für den ÖPNV sind die im Gutachten geschilderten zeitweisen Rückstaulängen von 1000 m, die sich durch diverse Signalanlagen ergeben und in den Fahrzeiten wiederspiegeln. 1000 m entsprechen der Strecke von der Shell-Tankstelle aus Richtung Tübingen bis zum Reinhold-Schickplatz.

Laut integriertem Mobilitätsentwicklungsplan (IMEP) soll motorisierter Individualverkehr auf ÖPNV, Rad- und Fußverkehr verlagert werden. Mit längeren Busfahrzeiten wird dies sicherlich nicht gelingen.

Zerstörung der künstlerisch gestalteten Bushaltestelle


Mit dem Bau des Park- und Geschäftshauses an der Hindenburgstraße würde die einzige künstlerisch gestaltete Bushaltestelle in Herrenberg wegfallen und der Bus in Zukunft auf der Fahrbahn vor der Volksbank halten. Eventuell würde die Bushaltestelle mit dem zukünftigen Radschutzstreifen entlang der Hindenburgstraße kollidieren.

Wie die Fahrgäste die Hindenburgstraße in Richtung Altstadt queren sollen ist unklar, denn die Untersuchung empfiehlt die Lichtsignalanlage Moltkestraße/Schulstraße zu entfernen.

 

 

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Bürgerinitiative gegen das geplante Parkhaus und Geschäftshaus in der Hindenburgstraße in Herrenberg