Fußverkehr

Wir wollen weniger Verkehr in Herrenberg!

Auswirkungen auf Fußwege durch geplantes Park- und Geschäftshaus Hindenburgstraße


Laut integriertem Mobilitätsentwicklungsplan (IMEP) soll der Fußverkehr systematisch gefördert werden. In Zukunft sollen mehr Menschen zu Fuß gehen und weniger mit dem Auto fahren.

Welche Fußwegebeziehungen sind durch den geplanten Bau des Park- und Geschäftshauses an der Hindenburgstraße betroffen?

Fußverkehr

  1. Die beliebte Fußwegeverbindung von der Bismarckstraße zur Hindenburgstraße über den Schulhof der Albert-Schweitzer-Schule und die Grünfläche würde ersatzlos entfallen.

  2. Bei der Fußwegeverbindung vom Alzental durch den Ottoschen Garten über Moltkestraße zur Schulstraße soll die Lichtsignalanlage entfallen (Siehe Beschluss-Variante 2.2 Verkehrstechnische Untersuchung Brenner Bernard). Wie Fußgänger und Radfahrer die Hindenburgstraße mit 22.700 Kfz /Tag ohne Lichtsignalanlage queren sollen, ist unverständlich.
  3. Der südliche, bislang attraktive Fußweg entlang der Hindenburgstraße, an dem diverse Kunstwerke stehen, würde der Ein- und Ausfahrt des Parkhauses geopfert. Das Passieren des Parkhauses wäre zwar möglich; aber ohne Signalanlage für Fußgänger gefährlich.

  4. Auf Höhe des Parkhauses ist eine neue Querungsstelle für Fußgänger zum Graben geplant. Bisher nutzt diesen Bereich am Rand der Altstadt ein Restaurant für seine Außenbestuhlung.
    In der Verkehrstechnischen Untersuchung zur Anbindung einer Tiefgarage an die Hindenburgstraße des Büro Brenner Bernard heißt es “Für Fußgänger an der Querung in Höhe der Tiefgarage entstehen allerdings längere Wartezeiten, da sie nur einmal im Umlauf eine Freigabe erhalten können“.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass das geplante Parkhaus sich negativ auswirken wird für Fußgängerinnen und Fußgänger. Ob potenzielle Kundinnen und Kunden der Geschäfte in der Altstadt dieses Parkhaus unter den geschilderten Bedingungen annehmen würden, bleibt fraglich. Sicher ist, dass die Hindenburgstraße in diesem Bereich nicht dazu beitragen wird die Ziele des IMEP zu erfüllen.

Soll dies der barrierefreie Zugang zur Altstadt sein?


In der Sonderbeilage zum Bürgerentscheid im Amtsblatt am 2. Mai schreibt die Stadt, dass ein neuer Fußweg direkt in die Altstadt führt. „Barrierefrei und sicher geht es auf einem neuen Weg mit Ampel und Verkehrsinsel über die Straße“. Was nützt ein barrierefreie Überquerung der Straße, wenn auf der anderen Straßenseite Treppenstufen ein Weiterkommen für Rollstuhlfahrer*innen, Nutzer*innen von Rollatoren und Eltern mit Kinderwägen verhindert?

Weiter schreibt die Stadt: „Das Altstadterlebnis beginnt schon direkt am Graben..“ Einladend und attraktiv empfinden wir diesen schmalen Durchgang zum Graben nicht. Breiter kann er wohl kaum werden, da Privateigentum angrenzt. Gastronomische Nutzung ist auf dem Graben erwünscht. So kann es auch nicht das Ziel sein, die bestehende Außenbestuhlung wegen des Zugangs zum Graben einzuschränken.

Spanien: Pontevedra – ein Paradies für Fußgänger


Fahrverbote in Innenstädten – die Spanier machen es europaweit vor. Dort bleiben Autos in der City ganz einfach draußen – und das seit nunmehr 20 Jahren. Bewohner sprechen von einem "Paradies".

Anfangs war der Widerstand sehr groß. Vor allem die Einzelhändler haben sich massiv gegen die Pläne des Bürgermeisters gewehrt.

Mitlerweile sind die Autos aus der Stadt verbannt, Fußgänger haben sie zurück erobert.

Inzwischen sind aber alle begeistert. Der Einzelhandel floriert wie niemals zuvor.


Kann man hiervon für Herrenberg etwas übernehmen?

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Bürgerinitiative gegen das geplante Parkhaus und Geschäftshaus in der Hindenburgstraße in Herrenberg